Die jährliche Gedenkfeier am Tage vor St. Othmar

Im Mittelpunkt der Morgartenschlacht-Feier steht das Jahrzeit, das Gedächtnis an die Gefallenen vom 15. November 1315. Bereits in der Chronik des Johannes von Winterthur wird erwähnt, dass die Schwyzer im Nachgang zur siegreichen Schlacht einen jährlich stattfindenden Gedenktag eingerichtet haben sollen. Sein Bericht über den Morgartenkrieg endet mit den Worten: „Switenses pro triumpho a Deo habito diem festum feriamque sollemnem singulis annis in perpetuum recolendam statuerunt“ – „sie beschlossen zum Dank für den Gott erhaltenen Sieg einen feierlichen Fest- und Feiertag jedes Jahr für immer zu begehen“. Das Anniversarium wurde ursprünglich allerdings in der Pfarrkirche Sattel und nicht in der 1501 erstmals erwähnten Kapelle auf der Schornen gehalten.

Das 19. Jahrhundert brachte die Entwicklung von der Schlachtjahrzeit zur Schlachtfeier. Nach einer wechselvollen Geschichte der Feier beschloss der Schwyzer Regierungsrat 1940, die Schlachtfeier alle fünf Jahre mit einer offiziellen Abordnung zu beschicken. Heute geschieht dies jedes Jahr. 1940 wurde auch erstmals der von P. Rudolf Henggeler OSB verfasste Schlachtbrief verlesen.

Vor einigen Jahren wurde die Schlachtfeier gestrafft und der Gedächtnischarakter wieder verstärkt. Der feierliche Zug vom Dorf Sattel zur Gedenkstätte in der Schornen bewegt sich auf der alten Strasse, die Kantone Schwyz und Zug sowie das Alte Land Schwyz stellen abwechslungsweise einen Festredner. Die staatsbürgerlich-politische Besinnung ist angebracht und in unserem auf Tradition und Geschichtsverbundenheit angewiesenen Staatswesen sinnvoll.

Pirmin Moser - Gemeindeschreiber Sattel und OK-Mitglied der Gedenkfeier - erklärt Schweizer Radio SRF den Ablauf der Gedenkfeier und weitere Hintergrundinformatonen (Quelle: Schweizer Radio SRF):