Archäologie am Morgarten

Im Rahmen des Projekts Morgarten 2015 erweiterten sich die archäologischen Kenntnisse auf dem Gebiet des vermuteten Schlachtfelds beachtlich.

Die bauarchäologischen Untersuchungen des Letziturms von 2007 wurden um eine Untersuchung der Überreste der quer durch das Tal gebauten Letzi erweitert.

Zweifelsohne werden die Metallfunde im Frühjahr 2015 in Erinnerung bleiben. Das SRF-Wissensmagazin «Einstein» regte die Untersuchungen durch das Amt für Denkmalpflege und Archäologie Zug (Direktion des Innern) an. Mit diesem Engagement wollten die Kantone Schwyz und Zug auch illegalen Raubgräbern und Trophäenjägern zuvorkommen, die leider auch am Morgarten aktiv waren. Gefunden und unter Anwendung wissenschaftlicher Kriterien dokumentiert wurden Objekte, die aus der Zeit um 1315 stammen könnten. Der für die Aufgabe engagierte professionelle Metallsuchgänger Romano Agola konnte neben vielem moderneren Metall und einigen wenigen älteren Objekten einen kleinen Schatz aus Silbermünzen, Dolche, Sporen, Pfeilspitzen und weitere Gegenstände bergen. Ob die Funde direkt mit der Schlacht in Verbindung stehen, ist nach wie vor offen, jedoch können auch sie einen wichtigen Beitrag zur Erforschung der Geschichte um 1315 liefern.

» Burgenverein: Bauhistorische Untersuchung des Letziturms (pdf)

» Sensation oder Medienhype? Resultate der archäologischen Prospektion im vermuteten Schlachtgelände von Morgarten (pdf)

» Das Haus «Nideröst» in Schwyz Archäologische Untersuchungen 1998–2001 (pdf)

» Bericht zur Letzi im Geschichtsfreund 2015 (das pdf des Artikels wird leider erst 5 Jahre nach Drucklegung gratis online verfügbar sein)

» Bericht zu den Fundmünzen: Stephen Doswald: Ein mittelalterlicher Pfennigfund aus Oberägeri im Kanton Zug. in: Schweizer Münzblätter 2015, Heft 259, S. 67-71. (das pdf des Artikels wird leider erst 5 Jahre nach Drucklegung gratis online verfügbar sein)