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Informationen zum historischen Schlachtgelände
Die Schlachtkapelle
Das Morgartenhaus
Der Morgartenturm
Das Schlachtdenkmal am Ägerisee
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Informationen zum historischen Schlachtgelände
Lage
Das historische Schlachtgelände am Morgarten liegt nördlich des Dorfes Sattel (SZ) im Weiler Schornen zwischen Ägerisee und Dorf Sattel. Das Morgartendenkmal befindet sich am Ägerisee beim "Buechwäldli" im Ortsteil Morgarten, Oberägeri (ZG)
Erreichbarkeit
Das historische Schlachtgelände ist zu Fuss auf verkehrsarmen Wegen ab Sattel oder dem Ortsteil Morgarten oder mit dem Bus der Zugerland Verkehrsbetriebe ab Sattel oder Oberägeri (Linie 9, Haltestelle Schornen) sehr gut erreichbar.
Angebot/Sehenswertes
- Ausstellung und Tonbildschau (20 Min.) im Morgartenhaus, in der die Morgartenschlacht (Ursachen, Verlauf, Folgen) zeitgemäss und stufengerecht erläutert sind.
Anmeldung / Reservation: Gemeindekanzlei Sattel: Tel. 041 835 12 01, gemeinde@sattel.ch oder Fam. Appert (Hauswart) Tel. 041 835 19 65, josef.appert@sz.ch.
Tonbildschau für Schule gratis. Die Tonbildschau ist auch als Video erhältlich!
Auskunft und Vermittlung von Führungen: Gemeindekanzlei Sattel.
- Schlachtkapelle (erbaut 1501) mit zeitgemässen Freskos von Hans Schilter.
- Letziturm (erbaut 1322) mit Überresten der Letzi als gut erhaltenes Beispiel der mittelalterlichen eidgenössischen Wehranlage.
- Wagnereigebäude mit oberschlächtigem Wasserrad.
Infrastruktur
Auf dem historischen Schlachtgelände befindet sich ein Platz mit fliessendem Trinkwasser und einer Feuerstelle. Toilettenanlage und Ansichtskartenautomat beim Morgartenhaus, Parkplatz für Bus und PW. Übersichtstafel über das Schlachtgeschehen bei der Feuerstelle. Raum im Morgartenhaus für ca. 25 Personen mit Ausstellung und Tonbildschau. Informationstafeln über die sehenswerten Bauten (Morgartenhaus, Schlachtkapelle, Letzi, Wagnerei mit Wasserrad) am Morgartenhaus.
Weitere attraktive Ausflugsziele in der Nähe
- Sattel-Hochstuckli (Sesselbahn, Sommerrodelbahn "Stuckli Run", Trampolin und Springburganlage "Stuckli Jump", Erlebnispfad, Wanderwege, Wintersport)
- Rollerpark Sattel (bei der Talstation der Sesselbahn)
- Ägerisee (Schifffahrt, Seebäder in Oberägeri und Unterägeri)
- Museen in Schwyz (Bundesbriefmuseum, Forum der Schweizer Geschichte, Schatzturm zu Schwyz, Ital Reding-Hofstatt)
- Museen in Zug (Museum für Urgeschichte, Muesum in der Burg, Kunsthaus)
- Tierpark Goldau
- Schaukäserei Schwyzerland
- Swiss Holiday Park, Morschach (Indoor Freizeitanlage mit Badelandschaft)
- Alpamare Pfäffikon (Bahnverbindung Sattel-Pfäffikon)
- Einsiedeln (Bahnverbindung Sattel-Einsiedeln)
Informationen/Kontakte
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Die Schlachtkapelle
In der Geländekammer Schornen bilden Turm, Pächterhaus und Schlachtkapelle eine äusserst qualitätvolle Baugruppe.
Die Kapelle, direkt am Weg nach Sattel gelegen, ist über dem Portal 1603 datiert. Im 18. Jahrhundert wurde dem schlichten Raum ein weit ausladendes Vorzeichen, das auf profilierten Holzpfosten steht, vorgebaut. Gleichzeitig dürfte auch die Dachuntersicht vergipst worden sein. Bis 1956 schützte das Vorzeichen das im Jahr 1820 vollendete Bild "Schlacht am Morgarten" von Michael Föhn. In die gleiche Epoche gehört auch das kleine, klassizistische Altärchen mit der Darstellung des Gekreuzigten sowie die seitliche Arkaden mit Petrus und Paulus. Im Jahr 1957 schuf der Goldauer Maler Hans Schilter unter dem Vorzeichen ein neues Wandbild mit dem Titel "Aufmarsch zur Schlacht" als Ersatz für das gefährdete Bild Föhns. Ebenfalls in Keimtechnik gestaltete Schilter auf der Chorseite einen in Blautönen gehaltenen Christophorus. Die Darstellung dieses Heiligen als Patron der Reisenden an exponierter Stelle am Kirchenäusseren entspricht im alpinen Raum einer gut 1000jährigen Tradition.
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Die Restaurierung der Schlachtkapelle hatte zum Ziel, einerseits die überlieferte Substanz zu konservieren und andererseits den Raum auf seine Entwicklung hin zu untersuchen. Dabei blieben Überraschungen nicht aus. So kamen unter verschiedenen Wandanstrichen aus dem 19. und 20. Jahrhundert wesentliche Reste einer älteren Raumbemalung zum Vorschein. So waren die seitlichen Fenster von einer scheinperspektivischen Wandbemalung in Ockertönen begleitet. Der Sockel hinter den Kirchenbänken war in der gleichen Farbe gestaltet. Am Übergang von der Wand zur Holzdecke befand sich ein gemalter Fries. Stilistisch gehört diese einfache, aber wirkungsvolle Bemalung, wie auch das Altärchen, ins frühe 19. Jahrhundert. Eventuell handelt es sich um eine Arbeit von Michael Föhn, von dem auch die Altarbilder stammen. Wegen dieser Einheit war eine Wiederherstellung dieser Raumfassung gerechtfertigt. Die Holzdecke, die anlässlich der Restaurierung von 1956/57 anhand des Original kopiert worden war, wurde in diese Farbigkeit einbezogen. Das originelle Altärchen wurde gereinigt, der stark verbräunte Firnis entfernt. Dadurch gewann die alte qualitätvolle Marmorierung wesentlich an Ausdruck. Die originellen kleinformatigen Nothelferbilder, entstanden um die Mitte des 19. Jahrhunderts, wurden neu gerahmt. Sie fanden ihren Platz wiederum an den Wänden des Kapellenschiffs.
Der Tonplattenboden wurde belassen, der Holzboden unter den Bänken wegen des schlechten Zustandes erneuert. Auf das Wandtäfer verzichtete man zugunsten der Wandbemalung, was jedoch eine Ergänzung der barocken Bänke mit Wanddoggen erforderte.
Das feuchte Klima bedingte die Anlage eines Sickergrabens rund um die Kapelle. Der in der Struktur schlechte Aussenputz wurde belassen und lediglich mit einer hellen Kalkschlemme überzogen. Dadurch konnte die Textur des Verputzes wesentlich verbessert werden.
Die Wandbilder von Hans Schilter wurden gereinigt und neu fixiert, das Holzwerk des Vorzeichens anhand des Befundes ochsenblutrot gestrichen. Der Steinsockel der Pfosten beim Vorzeichen konnten durch Festigen und Aufmodellieren als Originale gerettet werden. Durch die ausgeführten Massnahmen blieb die Geschichte der Kapelle vom frühen 17. bis ins 20. Jahrhundert erhalten. Die Veränderungen und Zutaten aus verschiedenen Zeiten ergänzen sich zu einem harmonischen Ganzen.
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Das Morgartenhaus
Kapelle und Wohnhaus in der Schornen bilden eine qualitätvolle und harmonische Baugruppe, obwohl die Erbauungszeit der beiden Gebäude gut 200 Jahre auseinander liegen.
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Das mit dem Jahr 1819 im Giebel datierte Wohnhaus verkörpert den klassizistischen Bautyp innerhalb unserer ländlichen Holzbauten. die seitlichen Lauben sind bei diesem Typus weggefallen und durch umlaufende Klebdächer auf profilierten Konsolen ersetzt. Die Fenster sind axialsymetrisch angeordnet. Zudem ist das Haus recht steil aufgerichtet. Dies ist einerseits auf die hohe Sockelmauer, aber auch auf die gesteigerte Zimmerhöhe zurückzuführen. Traditionell ist die doppelläufige Aussentreppe, die zum Hauseingang führt. Dieser ist nicht wie bei andern gleichzeitigen Holzbauten ins Erdgeschoss verlegt.
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Der Holzbau war vermutlich wegen der schattigen Lage und des feuchten Klimas nicht gut erhalten. Deshalb war der Ersatz grösserer Balkenflächen notwendig. Diese wurden in traditioneller Zimmermannstechnik ersetzt. Auch die Tragkonstruktion im Inneren musste in wesentlichen Teilen ersetzt und verstärkt werden. Als Kompromiss an den recht aufwendigen Unterhalt in dieser Lage wurde die hölzerne Aussentreppe durch eine massiv in Kalkstein ersetzt. Der Wohnteil ist zu einem späteren Zeitpunkt in Giebelrichtung um eine Fensterachse verlängert worden. Diese Erweiterung ist mittels einer senkrechten Holzschalung markiert worden. In gleicher Art wurde auch der rückseitige Holzschopf behandelt. Im massiven Sockelgeschoss, das durch drei grosse, axial angeordnete Fenster belichtet wird, wurde ein Mehrzweckraum für die zahlreichen Besucher der Gedenkstätte am Morgarten eingerichtet.
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Der Morgartenturm
Der Morgartenturm ist in engem Zusammenhang mit den übrigen spätmittelalterlichen Wehranlagen rund um den Talkessel von Schwyz zu sehen. Diese permanenten Verteidigungsanlagen wurden nicht etwa planlos oder auf eine kurzfristige Bedrohung hin gebaut. Vielmehr sind sie ein Zeichen eines konsequenten und wohlüberlegten Befestigungssystems. Die steinernen Türme und Mauern mit samt ihren hölzernen Wehranlagen in Ufernähe (Brunnen, Arth) oder mit den Ergänzungen durch natürliche Geländeverstärkungen (Schornen, Altmatt) hatten eine klare Funktion. Sie mussten eventuellen Angreifern den Zutritt ins Land verwehren oder mindestens erschweren.
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| Die Landwehren (Letzi, Letzinen) wurden an jenen Stellen errichtet, die einen Einfall in den Talkessel ermöglichten. So wurde mit Ufer-Palisaden und Mauern der Angriff vom See her bei Brunnen verhindert. Bei Arth treffen wir dieselbe Kombination von steinernen Befestigungsanlagen und Palisaden an beiden Seeseiten, um das Anlanden von Schiffen zu abzuwehren. Das relativ offene Gelände bei Arth und nördlich des heutigen Goldau wurde nochmals mit einer grossen, talquerenden Letzi mit mehreren Türmen verstärkt. Man nutzte quasi die Tiefe des Raumes um den gegnerischen Angriff abzuwehren. Auf der Altmatt wurde ebenfalls eine Talsperre mitten im heutigen Dorf Rothenthurm gelegen errichtet. Diese (oder womöglich auch eine Vorgängerin) ist schon 1310 urkundlich belegt und hat demnach zur Zeit des Morgartenkrieges bestanden ("mur ze Altunmatta"). Gerade die Letzi auf der Altmatt belegt aber auch, dass die Mauern nicht nur vor feindlichen Überfällen schützen, sondern gleichzeitig das heimliche Wegtreiben von Vieh verhindern sollten. Dieses Wegtreiben war in den Weidekriegen des 13. und 14. Jahrhunderts ein probates Mittel, um die vieh-, alp- und weidewirtschaftlichen Expansionen der Talleute von Schwyz nach Norden (Altmatt, Ybrig) zu bekämpfen.
Der Schornen bei Sattel bildet wie Brunnen, Arth oder die Altmatt eine weitere, wenn auch weitaus ungünstigere Möglichkeit, in den Schwyzer Talkessel einzufallen. Das Gelände ist mit einfachsten Mitteln zu sperren oder zu verteidigen. Die Überlieferung der Schlacht am Morgarten erzählt vom österreichischen Heer, das gegen Schwyz vorrückte. Weshalb sich Herzog Leopold für den Weg durch den Schornen entschied, bleibt unklar. Allem Anschein nach ist dieser Weg angesichts der Letzinen bei Brunnen, Arth und auf der Altmatt der einzige offene gewesen. Eine Letzimauer bestand im Schornen 1315 noch nicht. Das Gelände konnte von den Schwyzern auch mit improvisierten Mitteln recht gut verteidigt werden. Eine leichte Übung stellte also auch der Schornen für die Österreicher nicht dar. Der eigentliche Grund für Leopolds Entscheid wird wohl für immer ein Geheimnis bleiben... Schliesslich wurde ihm dass Sumpfgebiet beim See, die steilen Berghänge, das Engnis beim Schornen und die geballte Kraft der Schwyzer und ihrer Verbündeten zum Verhängnis!
Nach dem Morgartenkrieg verstärkten die Schwyzer den Geländeübergang zwischen Sattel und dem Ägerisee mit einer starken Landbefestigung. Von dieser Letzi ist heute lediglich der sogenannte Morgartenturm und wenige Mauerreste sichtbar. Wie derjenige auf der Altmatt, war auch der Turm im Schornen mit einem grossen Tor versehen. Mehrere Urkunden von 1322 nennen Landverkäufe, deren Erlös dem Bau der "mure zu Houptsee" (Letzimauer mit Turm) zugeführt wurde. Der Turm hat eine Grundfläche von 6.30 x 6.10 Meter und ein ausserordentlich dickes Mauerwerk, das sich nach oben verjüngt. Der einzige Eingang befindet sich im zweiten Stock, die Löcher für die Balken des früheren Wehrgangs sind noch gut sichtbar. Der Morgartenturm zwischen der Schlachtkapelle und dem Restaurant Schornen, aber auch die übrigen erhalten gebliebenen Landbefestigungsanlagen aus der Zeit des 13. und 14. Jahrhunderts sind einzigartige Zeugen aus der Gründungszeit der Eidgenossenschaft. Sie dokumentieren nicht nur ein klares Konzept zur Abwehr von feindlichen Übergriffen, sondern belegen auch einen bemerkenswert hohen politisch-militärischen Organisationsgrad der Talleute zu Schwyz.
Kaspar Michel, Staatsarchivar
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Das Schlachtdenkmal am Ägerisee
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Rund 2 km nördlich des Schlachtgeländes mit Kapelle, Morgartenhaus und Letziturm erhebt sich über dem Äegerisee seit gut hundert Jahren das Morgartendenkmal.
Das 1908 eingeweihte Denkmal steht in der schweizerischen Denkmälerlandschaft einzigartig da. Lage und Ausgestaltung, Grösse und Form lassen sich nicht direkt mit einer anderen Erinnerungsstätte in der Schweiz vergleichen.
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Der Bau ist vollständig in Nagelfluh aufgeführt. Der Sockel besteht aus Zyklopenmauerwerk, während die Quader des aufgehenden Mauerwerks und der auslaufenden Streben rauh bearbeitete Schauseiten besitzen und die Dachschrägen flach bearbeitet sind. Die zurückhaltende architektonische Gliederung der vorgerückten Pfeilers mit Rillen im Kapitellbereich wird kaum wahrgenommen. Dasselbe gilt für die schildförmige Kartusche im Giebelfeld, die von stilisierten Quasten gerahmt wird. Sie trägt in Bronze-Lettern die Worte "DEN HELDEN VON MORGARTEN 1315". Der zentrale Baldachin öffnet sich auf drei Seiten in hohen Bogen während auf der bergseitigen Rückwand mit den ausladenden Flügelmauern in Bronze-Lettern eine Inschrift angebracht ist. Sie lautet: "AM 15. NOV. 1315 KÄMPFTEN FÜR GOTT UND VATERLAND DIE EIDGENOSSEN AM MORGARTEN DIE ERSTE FREIHEITSSCHLACHT". Darunter das Relief "Der Steinwerfer" von Hermann Haller (1880-1950).
Das aussergewöhnliche Denkmal hat auch eine einmalige Entstehungsgeschichte: Als das Morgartendenkmal am 2. August 1908 feierlich eingeweiht wurde, fanden sich mehrere tausend begeisterte Festbesucher zu diesem einzigartigen Anlass beim Buchwäldligütsch am Ägerisee ein.
Vorangegangen war diesem festlichen Moment eine jahrelange Baugeschichte, bei der es nicht nur um Fragen der Denkmalgestaltung und Finanzierung ging, sondern auch um historische Aspekte. Über den Ablauf und die Örtlichkeiten des Schlachtgeschehens waren sich weder Historiker noch Politiker einig. Unterschiedliche Auffassungen führten vor allem zwischen den Kantonen Schwyz und Zug zu heftigen Diskussionen und Verstimmungen.
Erste Bestrebungen, den „Helden vom Morgarten“ ein Denkmal zu setzen, sind im Jahr 1844 im Ägerital feststellbar. 1890 wurde in militärischen Kreisen diese Idee wieder aufgenommen und sogar ein Fonds errichtet. Konkret wurden die Bemühungen dann, als die Offiziersgesellschaft des Kantons Zug 1902 das Zentralkomitee der Schweizerischen Offiziersgesellschaft und damit das Offiziersfest 1904 übernahm. Ein Initiativkomitee aus den Reihen der Zuger Offiziersgesellschaft, zuerst sogar mit einem Schwyzer Vertreter, wurde mit der Konkretisierung der Denkmalsidee beauftragt.
Als der Entscheid auf den historisch zwar nicht einwandfreien aber touristisch umso attraktiveren Buchwäldlihügel als Denkmalstandort fiel, zog sich Schwyz aus dem Komitee zurück und konzentrierte seine Bemühungen auf die Renovation des "wahren" Schlachtdenkmales, der Schlachtkapelle in der Schornen. und auf die Errichtung eines Nationaldenkmals in Schwyz.
Im Rahmen eines Wettbewerbes wurde das Denkmalprojekt des Winterthurer Architekten Robert Rittmeyer ausgewählt. Nachdem die Liegenschaft „Buchwäldli“ durch den Kanton Zug erworben worden war, starteten die Bauarbeiten im November 1906 und dauerten bis in den Herbst 1907. Im Frühling 1908 erfolgte die innere Ausschmückung und Beschriftung, am 2. August 1908 dann die feierliche Einweihung. Die „Helden vom Morgarten“ hatten nun ihr Denkmal und das Äegerital ein national bekanntes touristisches Ausflugsziel.
Die Errichtung des Morgartendenkmals begünstigte zweifellos auch die Entstehung des traditionellen Morgartenschiessens, das am 15. November 1912 erstmals durchgeführt. wurde.
Das Morgartendenkmal verbindet Landschaft und Geschichte in vielfältiger Weise und hat sich mit seiner Entstehungsgeschichte und seiner idealistischen Ausstrahlung zu einem "lieu de mémoire" der Schweizer entwickelt.
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