Morgartenstiftung



Stiftungsrat

Stiftungsurkunde

Vom Werden und Wachsen der Morgartenstiftung

Erwerb des Schlachtgeländes durch die Schweizer Schuljugend 1965

650 Jahrfeier 1965

Morgarten Gedenktaler 1965


Die Mitglieder des Stiftungsrates der Morgartenstiftung

Mitglieder Stiftungsrat
seit
Telefon / E-Mail

Erwin Horat, Dr. phil.
Amt für Kultur
Kollegiumstr. 30, PF 2201, 6431 Schwyz
Präsident, Vertreter Kt. Schwyz

1. Okt. 2008
041 819 20 63 (Büro)
erwin.horat@sz.ch

Martin Ulrich
Ägeristrasse 27, 6417 Sattel
Vizepräsident,
Vertreter Gemeinde Sattel
20. Mai 2006
Friedrich Nussbaumer
Residenz Gulm,
6315 Oberägeri
Vertreter Kanton Zug
31. Jan. 1995
041 752 03 15
Res Schmid
Regierungsrat
Bildungsdirektion Nidwalden
Stansstaderstr. 54, 6371 Stans
1. April 2011
041 618 74 01
res.schmid@nw.ch
Lenz Lothenbach
Sagirain 3, 6403 Küssnacht
Vertreter des
Schweiz. Heimatschutzes
1. Mai 2002
041 850 21 10
lothenbach@bluewin.ch
Luzia Lüönd-Bürgi
Grossmatt 36, 6440 Brunnen
Vertreterin des Bezirkes Schwyz
18. Juni 2004
041 820 35 89
079 774 90 93
Vom Stiftungsrat ernannt:
Marcel Reichlin
Oberes Feldmoos, 6417 Sattel
Säckelmeister
21. März 2011
Valentin Bamert
Herrengasse 12,
6430 Schwyz
Rechnungsprüfer
1. Jan. 2012
041 819 15 53
valentin.bamert@sz.ch
Valentin Kessler
Amt für Kultur
Kollegiumstr. 30, PF 2201, 6431 Schwyz
Schreiber
22. März 2010
041 819 20 06
valentin.kessler@sz.ch
Pächter / Mieter:
Daniel Ulrich-Kenel
Schafstetten, 6417 Sattel
Pächter
ab 1.04. 2001
041 835 11 53
Josef Appert-Wagner
Weiermattli, 6417 Sattel
Mieter
041 835 19 65
079 424 12 06



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Die Stiftungsurkunde

Vor dem unterzeichneten öffentlichen Notar des Kreises Arth (Goldau) sind heute auf dem Schlachtfeld in Morgarten (Gemeinde Sattel) erschienen:

  1. Landammann Josef Diethelm und Staatsschreiber Karl Amgwerd, als Vertreter des Standes Schwyz,
  2. Landammann Dr. Hans Hürlimann und Landschreiber Dr. Gerold Meyer, als Vertreter des Standes Zug,
  3. Bezirksammann Karl Bürgi und Landschreiber Dr. Xaver Schnüriger, als Vertreter des Bezirkes Schwyz,
  4. Gemeindepräsident Hans Schnüriger und Gemeindeschreiber Albert Schnüriger, als Vertreter der Gemeinde Sattel.

Im Bestreben, das historische Schlachtgelände von Morgarten unversehrt zu erhalten und den kommenden Generationen als unveräusserliches Gut zu übergeben,

in Ausführung des am heutigen Tage an der Jugendlandsgemeinde am Morgarten von Vertretern der Schuljugend aus allen Kantonen unserer Heimat gefassten Beschlusses und mit dem Ersuchen um Vornahme der öffentlichen Beurkundung der nachbezeichneten Stiftung:

I.

Die Kantone Schwyz und Zug, der Bezirk Schwyz und die Gemeinde Sattel errichten unter dem Namen „Stiftung der schweizerischen Schuljugend zur Erhaltung des Schlachtfeldes von Morgarten“ eine Stiftung nach den Vorschriften der Art. 80 ff. des Schweizerischen Zivilgesetzbuches, mit Sitz in Schwyz.

II.

Die Stiftung verfolgt den Zweck, als Treuhänderin der schweizerischen Schuljugend das Schlachtgelände von Morgarten als Stätte zum Gedenken an die erste Freiheitsschlacht der Eidgenossen vor jeglicher Verunstaltung zu bewahren.

Die Stiftung strebt die Verwirklichung dieses Zweckes an:

a) durch Unterstützung aller Massnahmen, die der Erhaltung des Schlachtfeldes dienen,

b) durch Abschluss von Bauverbots- und Baubeschränkungsdienstbarkeitsverträgen,

c) durch Erwerb des für die Erhaltung erforderlichen Grundes und Bodens,

d) durch eine gediegene Gestaltung der Umgebung der Schlachtkapelle.

III.

Kanton und Bezirk Schwyz widmen als erstes Stiftungsvermögen die ihnen zu Miteigentum gehörenden Grundstücke GB Nr. 844 und 845, Gemeinde Sattel.

Die Abtretung des 2/3 - Miteigentumsanteils des Bezirkes Schwyz bedarf der nachträglichen Genehmigung durch die Bezirksgemeinde.

Für die Eigentumsübertragung ist der heute abgeschlossene Handänderungsvertrag massgebend.

IV.

Das Stiftungsvermögen wird geäufnet durch:

a) die an der heutigen Landsgemeinde der schweizerischen Schuljugend beschlossene Geldsammlung
b) Schenkungen und Vergabungen

V.

Organ der Stiftung ist ein Stiftungsrat von 6 Mitgliedern, die jeweils auf 4 Jahre ernannt werden:

1 Mitglied durch den Regierungsrat des Kantons Schwyz,
1 Mitglied durch den Regierungsrat des Kantons Zug,
1 Mitglied durch den Bezirksrat Schwyz,
1 Mitglied durch den Gemeinderat Sattel,
1 Mitglied durch die Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren,
1 Mitglied durch den schweizerischen Heimatschutz.

Das vom Regierungsrat des Kantons Schwyz ernannte Mitglied führte den Vorsitz; im übrigen konstituiert sich der Stiftungsrat selbst.

VI.

Ordentlicherweise versammelt sich der Stiftungsrat einmal im Jahr. Zur Beschlussfähigkeit ist die Anwesenheit von mindestens 4 Mitgliedern erforderlich.

VII.

Der Stiftungsrat bestimmt die Verwaltung und Anlage des Stiftungsvermögens und trifft alle Massnahmen, die der Erfüllung des Stiftungszweckes dienen.

Die Stiftung wird durch Kollektivunterschrift des Vorsitzenden zusammen mit einem weiteren vom Stiftungsrat bestimmten Mitglied vertreten.

Der Stiftungsrat kann über die Verwaltung und Verwendung des Stiftungsvermögens Vorschriften erlassen.

VIII.

Die Stiftung untersteht der Aufsicht des Bundes.

IX.

Die Stiftung wird in das Handelsregister des Kantons Schwyz eingetragen.

Sattel, 21. Oktober 1965

Für den Regierungsrat des Kantons Schwyz:
Der Landammann: gez. Josef Diethelm
Der Staatsschreiber: gez. Karl Amgwerd

Für den Regierungsrat des Kantons Zug:
Der Landammann: gez. Dr. Hans Hürlimann
Der Landschreiber: gez. Dr. Gerold Meyer

Für den Bezirksrat Schwyz:
Der Bezirksammann: gez. Karl Bürgi
Der Landschreiber: gez. Dr. Xaver Schnüriger

Für den Gemeinderat Sattel:
Der Gemeindepräsident: gez. Hans Schnüriger
Der Gemeindeschreiber: gez. Albert Schnüriger

Vorstehende Urkunde enthält den mir mitgeteilten Parteiwillen. Sie wurde von mir den Vertretern der Stifter wunschgemäss vorgelesen, als vollständig und richtig anerkannt und hernach in meiner Gegenwart unterzeichnet.

Sattel, 21. Oktober 1965

Notariat Arth (Goldau)
gez. René Wehrli, Notar




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Vom Werden und Wachsen der Morgartenstiftung

  • Die "Stiftung der schweizerischen Schuljugend zur Erhaltung des Schlachtfeldes am Morgarten" entstand aus der drohenden Gefahr heraus, das historische Gelände von Morgarten könnte zum Spekulationsobjekt werden. Um eine geplante Überbauung zu vereiteln und das Schlachtgelände in seinem natürlichen Zustand zu bewahren, musste es erworben werden.

  • Im Jahr 1961 war ein ostdeutsches Unternehmen daran, am Morgarten Land zu erwerben und darauf ein Ferienheim für ca. 350 Personen zu erstellen.

  • Zu diesem Zweck haben der Bezirk Schwyz und der Kanton Schwyz bereits im Jahre 1963 im Herzstück des Schlachtgeländes (heutiger Rastplatz) zum Preis von Fr. 45'700.- eine 2'285 m² grosse Parzelle gekauft und gesichert.

  • Zum Anlass der 650-Jahrfeier der Schlacht am Morgarten hat man beschlossen, das Schlachtgelände als Eigentum der Schweizer Schulkinder zu erwerben und damit der Zukunft unverschändet zu erhalten.

  • Fürs erste war die Bereitschaft der Schweizer Schuljugend für dieses Vorhaben abzuklären, wozu in den Schulen aller Kantone Urabstimmungen durchgeführt wurden mit der Fragestellung: "Soll das Schlachtgelände am Morgarten der Jugend übergeben (und von dieser erworben) werden?" Das Ergebnis dieser Urabstimmung war positiv und wurde an der Jugendlandsgemeinde vom 21. Oktober 1965 am Morgarten bekannt gegeben.

  • Ein Höhepunkt in der Geschichte der Morgarten-Stiftung war zweifellos dieser 21. Oktober 1965, an dem im Schlachtgelände die denkwürdige Jugendlandsgemeinde, verbunden mit einem eindrücklichen Sternmarsch, stattfand. 4500 Schulkinder aus der ganzen Schweiz, nämlich je Kanton 15 Schüler, aus dem Kanton Zug 200 Schüler sowie die Sechstklässler und Oberstufenschüler aus dem Kanton Schwyz, trafen sich an dieser historischen Stätte. Die Kantonsdelegierten gaben hier allesamt ihre positiven Abstimmungsergebnisse bekannt. Hier wurde denn auch einmütig beschlossen, das Schlachtgelände als Eigentum der Schweizer Schuljugend zu erwerben. Dies war gleichzeitig das Signal, in den Schulklassen Geldsammlungen zu organisieren und damit der Stiftung die nötigen Mittel zum Ankauf des historischen Geländes zu beschaffen.

  • Am selben denkwürdigen 21. Oktober 1965 wurde von den Kantonen Schwyz und Zug sowie vom Bezirk Schwyz und der Gemeinde Sattel die Morgarten-Stiftung errichtet und notariell verurkundet. Der Zweck der Stiftung ist in der Stiftungsurkunde umschrieben.

  • Das Sammelergebnis der Schweizer Schuljugend erreichte den stolzen Betrag von rund Fr. 220'000.- Es gingen insgesamt über 1'900 Einzahlungen von einzelnen Schülern und Schulklassen, aber auch von Privaten ein.

  • Nun wurde das Ziel, das Morgartengelände – wie bereits das Rütli und die Hohle Gasse – als historische Gedenkstätte ins Eigentum der Schweizerjugend zu überführen, erreicht. Mit dem Sammelergebnis konnte vorerst am 28. Februar 1966 mit dem Besitzer der Landparzelle zwischen Schlachtkapelle und Letziturm, dem Bergbauer Johann Fässler, ein Kaufvertrag abgeschlossen werden. Die 14’620m² grosse Parzelle "Letzi" konnte zum Kaufpreis von Fr. 175'400.- (Fr. 12.-/m²) samt dem dazugehörenden Stall erworben werden. Eine weitere zur Arrondierung der Gedenkstätte sehr geeignete Parzelle von 10’450m² konnte leider mangels Geld noch nicht gekauft werden. Es war indessen möglich, sie zu diesem Zeitpunkt der Stiftung durch ein Vorverkaufsrecht zu sichern.

  • Mit der Errichtung der Stiftung haben der Bezirk Schwyz und der Kanton Schwyz das ihnen zu Miteigentum gehörende Grundstück von 2’285m² der Stiftung unentgeltlich abgetreten.

  • Am 13. Mai 1966 versammelten sich die Schüler von Sattel stellvertretend für die gesamte Schuljugend der Schweiz bei der Schlachtkapelle, um den Öffentlichkeit das Ergebnis der Sammlung mitzuteilen und das Gelände symbolisch in Besitz zu nehmen. Bei dieser Gelegenheit legte der Präsident des neu gewählten Stiftungsrates Rechenschaft über die gefassten Beschlüsse ab. Mit den nach Abzug des Kaufpreises verbliebenen Mitteln (ca. Fr. 46'000.-) plante man, vorerst das Gelände mit zwei Wanderwegen zu erschliessen sowie einen Rastplatz zu gestalten mit dem Ziel, die Gedenkstätte werde sich zu einem beliebten Schulreiseziel entwickeln, ähnlich dem Rütli. In der Folge wurde bei der Raststätte ein Parkplatz erstellt, ein Erinnerungsstein gesetzt und eine Orientierungstafel angebracht. Am Morgartenhaus wurde eine öffentliche WC-Anlage eingebaut sowie ein Kartenautomat eingerichtet. Erwähnenswert ist auch, dass die Stiftung eine Tonbildschau geschaffen hat.

  • Am 2. September 1968 erwarb die Stiftung nach langwierigen Verhandlungen auch das Bauernhaus bei der Schlachtkapelle für Fr. 100'000.- sowie die restlichen Landparzelle von rund 10’000m². Hierfür waren natürlich weitere Beträge durch die öffentliche Hand, die Banken, das Gewerbe, gemeinnützige Institutionen sowie Privatpersonen notwendig. Damit war nun die gesamte Geländekammer zwischen Letziturm und dem Morgartenhaus im Besitze der Stiftung.

  • Heute besitzt die Schweizer Landjugend am Morgarten 30’324m² Land, ein altes Bauernhaus und einen Stall.

  • Im Laufe der Jahre hat der Stiftungsrat zur Erschließung und zum Unterhalt der Anlagen beträchtliche Mittel aufgewendet. Dazu gehört auch eine bescheidenen Landabtretung zugunsten von zwei Haltestellen für das öffentliche Verkehrsmittel. Die bedeutendste Aufwendung betraf jedoch die vollständige Restaurierung des Morgartenhauses in den Jahren 1994/95. Dies ist das sichtbarste Zeichen dafür, dass sich der Stiftungsrat bemüht, die erworbene Substanz am Morgarten kommenden Generationen zu erhalten.


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Erwerb des Schlachtgeländes
durch die Schweizer Schuljugend 1965

Beiträge der Schulen des Kanton Schwyz

Fr. 80.85
1. und 2. Sekundarschule Seematt, Küssnacht
Fr. 82.40
Werkschule Ibach
Fr. 84.--
5. Klasse 8808 Pfäffikon
Fr. 226.20
4. und 5. Schulhaus Rickenbach
Fr. 49.--
J. Bischofberger, 5. Klasse B Einsiedeln
Fr. 20.--
Mädchensekundarschule Ingenbohl
Fr. 67.11
Oberschule Immensee
Fr. 1326.--
F. Guntern, Lehrer, Küssnacht
Fr. 54.70
6. + 7. Primarklasse Rickenbach
Fr. 12.50
Gross SZ, Oberschule
Fr. 147.50
Sekundarschule Arth
Fr. 30.--
Werkschule Siebnen
Fr. 40.--
5. Klasse A Einsiedeln
Fr. 180.20
Sammlung der Schulkinder Sattel
Fr. 50.--
Primarschule Willerzell
Fr. 254.--
Werkschule Arth
Fr. 105.--
Jos. Roshardt, Sekundarlehrer, Siebnen
Fr. 105.--
Schule 4. – 7. Klasse Tuggen
Fr. 90.--
Jos. Bruhin, Lehrer, Merlischachen
Fr. 15.--
4. Primarklasse Seewen SZ
Fr. 56.--
Steiner L., Schulhaus
Fr. 49.50
Primarschule Studen
Fr. 45.--
Heinz Kälin, Werkschule 1. Kurs, Einsiedeln
Fr. 270.--
X. Petrig und K. Mettler, 5. und 6. Klasse, Arth
Fr. 90.--
B. Petrig-Eisele, Arbeitschule, Arth
Fr. 30.--
Schule Trachslau, H. Schädler, Lehrer, Trachslau
Fr. 89.--
Primarschule Schindellegi
Fr. 5.--
Schule Riemenstalden
Fr. 51.--
6. Klasse B, Einsiedeln
Fr. 8.--
Lehrschwestern Marienhalde, Einsiedeln
Fr. 70.--
5. Klasse Knaben Goldau
Fr. 80.--
4. Knabenklasse, Einsiedeln
Fr. 32.--
5. Klasse Knaben Ingenbohl Brunnen
Fr. 31.55
Klasse 5 C, neues Schulhaus, Einsiedeln
Fr. 30.--
4. Klasse Knaben, neues Schulhaus, Goldau
Fr. 26.--
3. Sek. Knaben, Markus Probst, Goldau
Fr. 25.--
Werkschule 2. Kurs, Einsiedeln
Fr. 165.--
4. 5. 6. Klasse Primar- 1. und2. Abschlussklasse Freienbach
Fr. 40.--
6. Klasse Knaben, Ingenbohl Brunnen
Fr. 5.70
Übungsschule Oberstufe, Ingenbohl
Fr. 500.--
Theresianum Ingenbohl
Fr. 12.50
J. Menti, Steinradweg, Bäch
Fr. 115.90
Sekundar- und Primarschule Rothenturm
Fr. 70.--
6. Klasse Pfäffikon
Fr. 16.20
Werkklasse Brunnen
Fr. 10.--
Erziehungsdepartement des Kantons Schwyz
Fr. 259.68
K. Wagner, per Schule Steinen, Steinen
Fr. 114.--
Lehrschwestern Schule Ibach
Fr. 100.85
Schule Morschach
Fr. 68.--
Werkschule Siebnen, O. Reumer, Reichenburg
Fr. 454.80
Mädchenschulhaus Schwyz
Fr. 501.--
Primarschule Lachen. 5. und 6. Klasse Mädchen, 4. Klasse Knaben und Mädchen
Fr. 313.--
Primarschule (A. Elmer), Wangen
Fr. 196.25
Primarschule Muotathal
Fr. 180.--
Schulen von Gersau, J. Schönenberger
Fr. 115.--
Primarschule Siebnen-Galgenen
Fr. 112.80
Schuljugend Reichenburg
Fr. 46.80
6. Klasse A Knaben, Dorf, Einsiedeln
Fr. 45.--
1. Mädchensekundarschule Sieben
Fr. 214.--
4. Klasse Knaben und Mädchen, Schwester Genesia Merz, Siebnen
Fr. 101.50
Mädchen-Oberschule Siebnen
Fr. 93.--
Agnes Heuberger, Lehrerin, Nuolen
Fr. 40.60
5. 6. 7. Klasse (R. Altermatt) Feusisberg
Fr. 28.70
3. Sekundarschule Mädchen, Brunnen
Fr. 27.--
Knaben-Sekundarschule Ingenbohl
Fr. 343.--
Primarschule Siebnen-Galgenen
Fr. 100.--
Mädchen-Sekundarschule Lachen
Fr. 78.--
Primarschule Vorderthal
Fr. 64.70
5. Klasse Knaben, Lachen
Fr. 170.--
Primarschule Steinerberg
Fr. 165.--
Primar- und Sekundarschule Unteriberg
Fr. 68.--
Schwesternschulen, neues Schulhaus, Galgenen
Fr. 50.--
Bergschule Stoos
Fr. 46.--
Schule Alpthal
Fr. 285.60
Primarschule Altendorf
Fr. 34.--
Mittelschule Galgenen
Fr. 53.--
Knabenschule Galgenen
Fr. 68.15
Schüler der 4. – 7. Klasse Lauerz
Fr. 50.--
Schule Rafaelsheim Steinen
Fr. 47.50
Mittelschule Buttikon
Fr. 45.35
Bergschule Altendorf
Fr. 20.80
6. Klasse Seewen
Fr. 5.--
Schwester M. Flora Bielmann, Schule Illgau
Fr. 181.--
Lehrschwestern, Dorf , Altendorf
Fr. 100.--
Sechsklassmädchen Ingenbohl
Fr. 70.70
Oberschule 5. und 6. Knaben, Siebenn-Schübelbach
Fr. 62.45
Werkschule Lachen
Fr. 53.--
5. Klasse Mädchen Ingenbohl
Fr. 60.--
6. Klasse Knaben Lachen
Fr. 52.--
4. Klasse Mädchen Ingenbohl
Fr. 40.--
Schule Oberberg
Fr. 35.--
3. Klasse Knaben Lachen
Fr. 43.25
1. Sekundarschule Mädchen Ingenbohl
Fr. 117.45
Knabensekundarschule Lachen
Fr. 33.60
Schule Illgau (Schwester M. Flora)
-----------------------
Fr.10'497.34
===============

Schwyzer Zeitung: Dienstag, 17. Mai 1966 Nr. 39

Am Freitag, 13. Mai 1966, betrug das Sammelergebnis 214034.88 Franken. Der Kanton Schwyz, auf dessen Grund und Boden das Schlachtgelände liegt, hat sich ganz besonders ausgezeichnet und hat den relativ grössten Betrag mit mehr als einem Franken pro Schulkind aufgebracht.

Kanton Franken Kanton Franken
Zürich 35'779.76 Schaffhausen 1'500.--
Bern 33'777.40 Appenzell A.-Rh. 1'495.45
Luzern 8’749.77 Appenzell I.-Rh. 604.--
Uri 2'630.-- St. Gallen 7'268.55
Schwyz 12'067.53 Graubünden 1'817.10
Obwalden 1'563.35 Aargau 32'509.92
Nidwalden 1'630.31 Thurgau 9'520.80
Glarus 3'133.-- Tessin 5'449.95
Zug 7'500.-- Waadt 13'932.40
Freiburg 5'627.25 Wallis 1'441.05
Solothurn 7'725.14 Neuenburg 3'659.70
Basel-Stadt 3'332.-- Genf 2.086.85
Basel-Landschaft 8'978.60 Private 205.--
Total 214'034.88


Der Betrag ermöglicht den Ankauf von 14600 Quadratmetern Land zum vorteilhaften Preis von 12 Franken pro Quadratmeter. Der währschafte Bergbauer Johann Fässler, bislang Eigentümer jenes Blutgetränkten Bodens, auf dem die entscheidende Vernichtungsschlacht gegen das österreichische Ritterheer ausgetragen wurde, veräusserte das Land an den Stiftungsrat bzw. die Schweizer Schuljugend mit einem kräftigem Handschlag mit Landesstatthalter J. Ulrich. Ohne Formalitäten wurde der Handel getätigt. Für 175000 Franken wurde der Boden veräussert. Der Bergbauer Johann Fässler wird aber durch diese Landabtretung noch kein reicher Mann, wenn man bedenkt, dass er für eine zehnköpfige Kinderschar, die zum grossen Teil mit der Mutter anwesend war, sorgen muss. Johann Fässler wird aber inskünftig Pächter sein.

Auch Kanton und Bezirk Schwyz haben einen prächtigen Anteil beigesteuert, indem sie 2500 Quadratmeter unentgeltlich abtraten. Nachdem Landesstatthalter Josef Ulrich nach allen Seiten gedankt hatte, ging der festliche Akt mit einem kräftigen Lied der Sattler Schuljugend zu Ende.

Im Restaurant Schornen fanden sich die Gäste zu einem kurzen aber sehr währschaften Imbiss ein. Hernach traten die Mitglieder des Stiftungsrates zu einer weiteren Sitzung zusammen, in welcher die Konstituierung vorgenommen wurde. Die wie folgt aussieht: Präsident: Erziehungschef J. Ulrich, zu gleich Vertreter der schweizerischen Erziehungsdirektorenkonferenz; Sekretär (Schreiber) Adalbert Kälin, Schulinspektor, Küssnacht; Quästor: Franz Beeler, Direktionssekretär der Kantonalbank, Schwyz; Sodann: Landammann Dr. Hans Hürlimann, Zug; Regierungsrat J. Müller, Flüelen; Alt Ratsherr Anton Lüond, Rothenturm; Gemeindepräsident Hans Schnüriger, Sattel; Oberrichter Dr. Jürg Scherer, Kriens, als Vertreter des Schweizerischen Heimatschutzes.

Das Mittagessen der Mitglieder des Stiftungsrates wurde durch verschiedene träfe, reminiszenzenreiche und humorvolle Ansprachen, die alle auf den festlichen Tag abgestimmt waren, gewürzt und bereichert, wobei die Anwesendheit der „Schlossherrin“ von Spiez, im Hauptberuf Lehrerin, besonders Freude bereitete. Der „illustre“ Gast soll auf einer regierungsrätlichen Reise im Kanton „Bern“ „aufgestöbert“ worden sein. Auch die sympathischen Worte von Dir. Bürgi, der bereits 19 Jahre in Brasilien weilt und dessen Grossvater Nationalrat und Schwingerkönig war, ernteten Beifall, wie auch die sehr verdienten Dankesworte, die Dr. Carl Kälin Zürich/Egg als Pressechef ernten durften. Übrigens hatte Dr. C. Kälin am letzten Freitag sowohl mit Radio Monte Ceneri wie auch mit Sottens ein längeres Interview, in welchem er sich mit dem Sammelergebnis, der Verwendung der Gelder und der Zukunftsgestaltung des Geländes befasste. Diese Woche wird die Sendung im Kurzwellendienst ausgestrahlt.

Seien wir stolz darauf und freuen wir uns, dass der Schweizer Jugend wieder ein Fleckchen Erde in treuer Obhut gegeben worden ist. Die Jugend wird dieses Erbe zu hüten und zu wahren wissen.




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650 Jahrfeier 1965
(Zeitungsbericht am 15. November 1965; Vaterland, Luzern)

«Wir sind die jungen Schweizer...»

4800 Schulkinder aus dem Kanton Schwyz auf dem Schlachtfeld von Morgarten / Mit überwältigendem Mehr wollen sie Morgarten für sich und die Zukunft / Prächtiger Bilderbogen über Bräuche und Dialekte in der Schweiz

go. In den letzten Stunden des Donnerstagmorgens kamen sie in bunten Trachten, in historischen Gewändern – und auch in Blue-Jeans. Sie kamen zu Fuss aus Richtung Schwyz, Einsiedeln, March, Höfe, kurz aus allen Richtungen der Windrose, um in einer Anmarschroute die letzten Kilometer in schwierigem Gelände zu Fuss zurückzulegen. In einem Sternmarsch der Schweizer Jugend trafen sie auf dem Schlachtgelände von Morgarten ein; sie trafen ein, um der grossen und der kleinen Schweiz zu beweisen, dass sie gewillt sind, die 14 000 Quadratmeter hochgeschichtlichen Bodens in Treue zu bewahren. Jener Schlachtplatz, der identisch ist mit dem Sieg einer jungen Eidgenossenschaft. Auf einem Platz, der erstmals beweisen sollte, dass im Notfall die Schweiz zur Aufrechterhaltung ihres Friedens, ihrer Freiheit zur Waffe greift.

Hellgraue Nebelschleier legten sich allerdings auf das Schlachtgelände, auf welchem am 15. November sich zum 650. Male die Schlachtzeit jährt; fröstelnd kostete man um die Mittagszeit das «Morgartenmus» mit «Schwynigem», das Anno 1315 der letzte Schrei der Ernährung war. Eine schweizerische Nährmittelfabrik besorgte dieses historische Essen, das in Zusammenarbeit mit dem Schweizerischen Landesmuseum neu kreiert worden war. Haferflocken, Schweinefleisch, Gewürze mannigfacher Art, Salz und Pfeffer nebst einem Schuss Wasser bildeten die Basis dieser Mahlzeit, die in hölzernes Essgeschirr gegossen und mit Holzlöffel verspeist wurde. Ein Glas Veltliner weckte den in der Kälte langsam dem Erfrieren ausgelieferten Geist der Erwachsenen...

Mit Gasballons in verschiedenen Farben hat das Organisationskomitee das Schlachtgelände abgesteckt und aufschlussreiche Grafiken erläuterten den Schlachtvorgang. Ein beispielhaftes Organisationstalent entwickelten dabei die Verantwortlichen dieses Anlasses. An der Spitze der über 250 Funktionäre stand Schulinspektor Adalbert Kälin aus Küssnacht, der es meisterlich verstand, den Anlass in den zustehenden Rahmen von Feierlichkeit und Geschichtsbewusstsein zu stellen, denn 4800 Schulkinder aus der ganzen Schweiz, aus allen Regionen und Kantonen sollten gleichermassen direkten Kontakt mit dem historischen Geschehen vor 650 Jahren bekommen. Die Begeisterung auf Seiten der Jugendlichen war in ungeahntem Masse da. Sie wussten, warum sie herkamen und sie hielten sich an eine beispielhaft disziplinierte Ordnung. Der Kanton Schwyz – auf seinem Gebiet befindet sich ja das «echte» Schlachtgelände – war mit 3500 Schulkindern von der sechsten Klasse an aufwärts vertreten. Der Kanton Zug mobilisierte 200 Kinder, alle übrigen Kantone waren mit Delegationen von 15 bis 20 Jugendlichen vertreten, die mit teils «hausgemachten» Morgensternen und Hellebarden (sie wurden von den Schweizern als gefährliche Waffe erstmals in Morgarten eingesetzt) über die Hügelrücken ins Verpflegungslager eilten, wo Militärzelte, ein umfangreiches Lunchpaket und eine warme Bouillon auf sie warteten.

Sie sind sich einig

Nach einer längeren, wohlverdienten Mittagspause stiegen Ehrengäste, unter ihnen namentlich Regierungsrat Josef Ulrich, Erziehungsdirektor des Kantons Schwyz, Oberst i. Gst. Roost (Kreisinstruktor Luzern), Oberst i. Gst. Keller, Kdt. der Inf. RS 208 in Luzern, Oberst i. Gst. Blocher, Schulkommandant der Inf. RS 205 in Aarau, Dr. Raimund Tschudi, Abt des Klosters Einsiedeln, und weitere hohe Würdenträger der Geistlichkeit und der Behörden der Kantone Schwyz und Zug, hinauf zum Landsgemeindeplatz der Schweizer Jugend, der an erhöhter Stelle über dem Talboden von Morgarten an steilem Abhang installiert worden war. Leider überzogen Nebelschleier die Landschaft und verhinderten einen übersichtlichen Blick auf das Schlachtgelände. Zu Meinrad Lienerts Hymne «Wir sind die jungen Schweizer...», die aus prächtig klingenden Stimmen von fast 5000 jungen und begeisterten Sängern weit in den leider trüben Nachmittag hineinschallte, konnte das grösste Forum der Schweizer Jugend eröffnet werden. Erziehungsdirektor Josef Ulrich tat dies auf ansprechende und anspornende Art. Vor den Augen der Fernseh-Live-Kameras, vor den Mikrophonen aller schweizerischen Radiosender sagte er das, was jeder spontan auch dachte: «Wie herrlich, wie einmalig ist es, eine so grosse Schar von Kindern begrüssen zu dürfen, die den Weg nach Morgarten gesucht haben, um zu beweisen, wie direkten Anteil sie an der aufbauenden Geschichte einer jungen Eidgenossenschaft nehmen...» Er begrüsste die mit Jubel antwortenden Kinder (... die bald keine mehr sind) in den drei Landessprachen. Sein Italienisch galt allerdings «nur» für 15 kleine Tessiner, die von Airolo aus Morgarten erreichten. Im Anschluss an diese Begrüssungsworte erläuterte Major Karl Bolfing vom Lehrerseminar Rickenbach das Schlachtgeschehen vor 650 Jahren anhand aufgestellter Planskizzen in fesselnder Sprache. Er erzählte von der katastrophalen Vernichtung des österreichischen Heeres durch eine Handvoll Schweizer, erzählte von ihrem sagenhaften Mut, ihrer neuen Strategie. 2000 junge Ritter von Österreichs Gnaden liessen ihr Leben in den Engpässen am Morgartenberg, während rund ein Dutzend Eidgenossen als Helden einer neuen Zeit nicht mehr zurückkehrten. Vollkommene Ruhe lag über dem Gelände, als Karl Bolfing die spannende Geschichte eines denkwürdigen Kapitels schweizerischer Freiheitspolitik erzählte. Es war – auch für Erwachsene – eine aufschlussreiche Unterrichtsstunde.

Nach der Erzählung der Schlachtgeschichte von Morgarten aber ging der wichtigste Teil dieses Tages in Szene. Die «Delegationschefs», begleitet von einem Bannerträger, der einzelnen Kantone überbrachten ihre Grussbotschaft an Morgarten und taten ihren Willen kund, mit Einsatz und mit vielen Sparbatzen aus dem ganzen Schweizerlande über 250 000 Franken aufzutreiben, einzusammeln und damit das historische Gelände im Umfange von 14 000 Quadratmetern jeglicher Spekulation zu entziehen. Mit überragendem Mehr haben an dieser Jugendlandsgemeinde unter der Führung eines versierten jugendlichen Landammanns die Delegationen aller Kantone in Vertretung ihrer Kameraden den Kauf befürwortet.

Der Anblick der vortretenden Delegationen in bunten Trachten, versehen mit Kleiderattributen aus vergangener Zeit, die verschiedenen Dialekte, die Viersprachigkeit der Schweiz nebst den regional bedingten Temperamenten brachten ein köstliches, umfangreiches und gültiges Bild über den sprachlichen und ethischen Reichtum der Schweiz. Es war eine Demonstration voller Verschiedenartigkeit, wenn Knirpse oder Mädchen vor die riesigen Mikrophone traten und mit strahlendem Blick verkündeten, dass ihr Kanton geschlossen hinter der Sammlung stehe, geschlossen hinter einem «Morgarten für die Schweizer Jugend!»

Die Nationalhymne rundete den Anlass ab, nachdem zum Schluss nochmals Regierungsrat Ulrich ans Mikrophon getreten war und verkündete, dass die dadurch gegründete «Stiftung zur Erhaltung des Morgartengeländes» soeben rechtlich anerkannt worden sei. Jubel auf allen Rängen! Das Spiel der Inf. RS 205 unterstützte die kleinen Sänger nochmals, worauf sich die Versammlung mit lautem Hallo aufzulösen begann. Noch lange drang aus dem Nebel Gesang und Rufen an unser Ohr: Der Morgarten gehört der Schweizer Jugend!




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Morgarten Gedenktaler 1965


Seit dem 15. Jahrhundert, also der Zeit der Renaissance, wurden im ganzen europäischen Raum Gedenkmedaillen für alle möglichen Anlässe geprägt oder gegossen. Die einen beziehen sich auf Jubiläen bedeutender Persönlichkeiten, andere auf historische Ereignisse wie Stadtgründungen oder gewonnene Schlachten. Während Münzen dem Alltagsgebrauch dienten und deren Wert in der Regel dem Materialwert entsprachen, war dies bei den Medaillen weniger wichtig. Hier zählten vor allem die gestalterische Aussage und der Erinnerungswert. Im Gebiet der heutigen Schweiz wuchs die Zahl der Medaillen insbesondere mit dem wachsenden Nationalbewusstsein während des 19. Jahrhunderts stark an und setzte sich in unserem Jahrhundert fort. Während das 19. Jahrhundert Medaillen im damals üblichen, etwas schwülstigen Stil geschaffen hat, nimmt sich die Moderne der Gestaltung von Medaillen stark an. Gut lässt sich die Entwicklung an den zahlreichen Kantonsmedaillen beobachten, die zwischen 1853 und 1964 entstanden sind. Bedeutende Künstler haben sich im Auftrag der Kantone dabei engagiert und neue Impulse gegeben.

Für das 650-Jahr-Jubiläum der Schlacht am Morgarten im Jahr 1965 schuf der Höfner Bildhauer Josef Nauer diese markante Medaille, die in Gold und Silber geprägt wurde. Der knappe Platz erlaubte es dem Künstler nicht, die Schlacht im erzählenden Sinn darzustellen. Er wählte zwei kämpfende Eidgenossen, der eine mit einem grossen Stein, der andere mit der Hellebarde. Die zwei kraftvollen Männer stehen somit stellvertretend für die Schwyzer, die sich am Morgarten wehrten. Zudem gelang es Josef Nauer hervorragend, die beiden Figuren in das Rund der Medaille zu komponieren. Mit ihren Füssen und Köpfen drängen sie an den Rand, mit ihren krallenartigen Füssen suchen sie auf der schmalen Randleiste den Halt für den Kraftakt. Der Rand gibt ihnen den nötigen Widerstand. Josef Nauer hat sich bei seiner Interpretation der Schlacht am Morgarten, wie wir sie etwa vom Wandbild am Rathaus Schwyz her kennen, gelöst. Es sind lediglich zwei Personen, die die ganze Situation wiedergeben. Der Ausblick in die Landschaft fehlt vollständig. Es ist ein Merkmal der modernen Kunst, dass Situationen nicht als Ganzes dargestellt werden, sondern dass ein Ausschnitt daraus die ganze Stimmung vermitteln soll und dies durchaus auch vermag, wie wir am Beispiel dieser Medaille sehen können.

Die Schwyzer Museumsgesellschaft lädt Sie zu einem Besuch im Schatzturm hinter dem Rathaus ein. Das Museum ist Dienstag bis Freitag von 14.00 bis 17.00 Uhr sowie Samstag und Sonntag von 10.00 bis 12.00 und von 14.00 bis 17.00 Uhr geöffnet.


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